CAMPEN TRAVEL

Erster Tripp mit dem Wohnwagen an den Weissenhäuser Strand

Juli 6, 2015

Kennt ihr das? Ihr fangt etwas neu an und seid aufgeregt, weil ihr es ja noch nie gemacht habt? Und dann kommt da einer und ist einfach nur doof, weil man eben noch nicht alles weiß. So erging es uns bei unserem ersten Campingtrip. Und der ging von Hamburg auf den Campingplatz Triangel an den Weissenhäuser Strand. Aber von vorne…

Es war Freitagabend und ich habe etwas früher als normal Schluß gemacht mit der Arbeit. Wir haben unsere Bettwäsche eingepackt, Geschirr, Futter für den Hund und alles in unserem neuen Wohnwagen verstaut. Natürlich so, dass nichts fallen konnte. Das ist glaube ich das Schwierigste, alles so zu verstauen, dass es beim Bremsen oder bei einer Kurve nicht gleich aus dem Regal fällt. Also haben wir die Sachen auf den Fussboden gestellt. Nicht sehr professionell, aber das sind wir ja auch noch nicht. Den Wohnwagen angekoppelt an unseren Pick-up Truck und los geht es Richtung Ostsee. Sind ja auch nur knapp 120 km.

Mit einem normalen PKW fährt man also nur knapp 1,5 Stunden. Nicht so mit einem Wohnwagen. Mit 80 über die Autobahn zu juckeln und von LKW’s überholt zu werden ist kein großer Spaß. Anfangs noch lustig, wurden wir es schnell überdrüssig. Die Zeit rannte voran, der Wagen schluckte fast 15! Liter Sprit und wir kamen kaum vorwärts.

Bei einem Tankstop haben wir dann noch festgestellt, dass die Bremsen sich fest gefahren hatten oder klemmten und total überhitzt waren. Wir übergossen diese also mit Literweise Wasser aus diesen Gießkännen für das Scheibenwischwasser. Dieses verdampfte sofort. Kein gutes Zeichen. Also Zwangspause. Wir haben die Bremse dann irgendwie wieder locker bekommen und konnten unsere so lange dauernde Kurzreise fortsetzen. Irgendwann war dann endlich der Weissenhäuser Strand in Sicht.

Der eigentliche Spaß begann dann aber auf dem Campingplatz Triangel. Der Campingplatzwart, der nach 17 Uhr Chef auf dem Campingplatz ist, machte uns die Pforte auf, erklärte uns kurz und schroff, wie wir auf unseren Platz kommen würden und lies uns dann stehen. Wir fuhren also zum angewiesenen Platz, parkten unseren Wohnwagen, bauten alles draussen auf (wie es sich gehört für Campingleute) und in dem Moment als wir fertig waren sahen wir einen rot angelaufenen Platzwart auf uns zukommen. Beim gehen fuchtelte er schon mit den Armen, etwas mußte ihn furchtbar aufregen. Es stellte sich heraus, dass wir falsch herum geparkt hatten und nicht ordentlich in Reihe standen (in unserer Reihe war noch einer mit uns, der auch falsch herum parkte). Der Platzwart schimpfte uns an, dass wie dafür vom Platz geflogen wären, hätte dies der Besitzer gesehen. Wir entschlossen uns, ihn zu ignorieren. Schlimmeres als wieder los zu fahren, konnte uns schließlich nicht passieren (übrigens durften wir trotzdem die 2 Nächte bleiben) – danke lieber Campingplatz Triangel.

Willkommen im  Leben eines Campers am Weissenhäuser Strand

Wir hatten noch viele lustige Begegnungen an diesen 2 Tagen.  Es ging los, dass ich, nachdem ich kurz im Supermarkt war, hinter einem anderen Auto durch die Schranke gefahren bin und nicht meinen eigenen Token benutzt habe (um Gottes Willen, macht so etwas nie, niemals – davon fliegt man eigentlich auch sofort vom Campingplatz), dass wir denn Müll zwar getrennt haben, aber nicht strikt genug (ja, der Platzwart hat die Augen überall!) und dass das Auto nicht gerade genug am Campingwagen geparkt hat. Prost Mahlzeit. Mal sehen, was unser nächster Ausflug so bringt.

Der Strand war jedenfalls zu dieser Jahreszeit ein Traum. Er war kaum besucht von Menschen, schön sauber, und der Hundestrand war super am Rand neben einem Militärsperrgebiet gelegen. Wir mußten nur über eine Düne rüber gehen, um ihn zu erreichen, das war ideal. Im Sommer stell ich ihn mir allerdings sehr voll vor.

Ach, und den ersten Regenguss hatten wir auch. Es prasselte auf das Dach, läuft zum Glück nirgendwo rein und wird mega gemütlich sein, wenn der Wohnwagen erstmal fertig ist. Bald schon sind wir für 10 Tage mit dem Wohnwagen unterwegs. Das wird ein Härtetest 🙂

Euch wünsche ich erstmal ein tolles Wochnenende! Seid ihr auch zufällig mit einem Wohnwagen, Bulli, Wohnmobil unterwegs? Und habt ihr einen Spitznamen für euren Wohnwagen? Dann schreibt mir unbedingt, wie ihr ihn genannt habt. Dann kann ich meine Liste mit Spitznamen für Wohnwagen ergänzen.

Eure Jana

 

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